Bin ich ein Mischtyp?
Meine Oma hat mir erzählt, dass sie im Laufe ihres Lebens mehr Mischtypen begegnet ist und dass die immer weniger geworden sind. Auch ich glaube mich zu erinnern, dass es mehr Mischtypen gab, als ich klein war. Mischtypen gab, als ich klein war. Heutzutage begegnen mir meistens Menschen, die einem Vintschger Typ zuzuordnen sind. Oma führte dieses Phänomen darauf zurück, dass sich die Welt immer schneller verändert.
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Nun, ich habe durchaus auch noch eine andere Erklärung: Da Oma nur mit ihrer Großmutter, von der sie das Wissen überliefert bekommen hat, und mit mir darüber gesprochen hat, hatte sie niemanden, mit dem sie üben konnte. Sie konnte nur für sich alleine beobachten und sich nie mit dem jeweiligen Typ persönlich auseinandersetzen, weil sie ihr Wissen ja geheim halten musste. Gerade die Typ-Erkennung braucht jedoch Auseinandersetzung - mit demjenigen, dessen Typ man erkennen möchte, aber auch mit anderen, die die Typenlehre kennen. Vielleicht ist sie also von mehr Mischtypen ausgegangen, als es tatsächlich gab? Nun ja, genau werden wir es nie wissen…
Es ist wahr, dass viele Menschen, die die Typenlehre kennenlernen, davon überzeugt sind, ein Mischtyp zu sein. Doch in meiner Erfahrung sind es die wenigsten. Vielmehr konnte ich Folgendes beobachten:
Manche sind von einem anderen Typ stark beeinflusst, weil dieser in der Familie erwünschter war.
Wieder andere von stark von einem Elternteil geprägt. Ich sage z.B. immer, dass alle meine Kinder von mir „neumondverseucht“ sind 😉 Auch wenn ich es – typisch für einen Neumond – negativ formuliere, ist es tatsächlich so, dass man bei allen meinen Kindern spürt, dass ein Neumond sie geprägt hat. Das ging so weit, dass manche von ihnen sogar als Neumond gedeutet wurden. Mit allen Vor- und Nachteilen. Sie können sich zumeist problemlos abgrenzen, “Nein” sagen und scheuen sich nicht, Konflikte auszutragen und Position für sich einzunehmen.
Wichtig: Gehe erst einmal davon aus, KEIN Mischtyp zu sein. Die sind wirklich äußerst selten. Es ist hingegen durchaus möglich eine vollmond-geprägte Sonne oder eine neumond-geprägte Sonnenfinsternis zu sein.
Wie man herausfindet, ein Mischtyp zu sein
Indem man sich klarmacht, wer was in der Herkunftsfamilie war.
Oder mit wem man sich am besten verstand („Ich möchte so gerne sein wie…“) und
mit wem das Verhältnis am konfliktreichsten war („So möchte ich nie werden…“).
Wie funktionierten die Familiendynamiken? Wer hatte das Sagen? Wer bekam die meiste Aufmerksamkeit? Wer erschien als der Schwächste, der Beliebteste, der Unbequemste? etc. etc.).
Außerdem ist es hilfreich, sich mit Menschen auszutauschen, die ebenfalls mit der Vintschger Typenlehre vertraut sind. Gerade bei der Erkennung von Mischtypen ist ein Außenblick – bestenfalls mehrere – nötig.
Im Zweifelsfall könnt ihr auch gerne für eine Beratung zu mir kommen.
Dieser ursprüngliche Beitrag ist in der ehemaligen Homepage vintschger-typenlehre.com am 16.o4.2018 erschienen und wurde abgeändert.