Kann ich im Laufe des Lebens meinen Typ ändern?
Oft werde ich gefragt, ob es möglich ist, den Typ zu ändern. Die kürzest mögliche Antwort: Nein.
Schaut: Ein Schuh bleibt ein Schuh. Ein Turnschuh ein Turnschuh. Man kann alles mit diesem Turnschuh machen, aber die Tatsache bleibt: Es ist und bleibt ein Turnschuh… Wir kommen demnach als ein bestimmter Typ auf die Welt und bleiben es. Das Einzige, worauf wir Einfluss haben, ist, ob wir als dieser oder jene Typ „in die Kraft kommen“.
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Fragt ihr euch immer noch: “Wieso kann man im Laufe des Lebens den Typ nicht ändern?” Nun, darauf weiß ich leider auch keine Antwort. Glaubt mir, die Frage ist mir auch gekommen, als ich klein war. Oma hat darauf mit einem nachsichtigen Lächeln geantwortet: „Es ist einfach so.“ Dabei hat sie mir zu verstehen gegeben, dass ich als „Kopfete“ wieder mal die falschen Fragen stelle und auf die auch noch Antworten haben möchte. Das Beispiel mit dem Schuh leuchtete mir hingegen ein.
Natürlich kann es passieren, dass ich mich mein Leben lang bemühe, ein bestimmter Typ zu sein, obwohl ich es gar nicht bin. Viele Menschen „spielen“ beispielsweise den Typ Sonne, denn auf den ersten Blick scheint es, als hätte er es viel leichter als andere. Er zieht mit seinem Charisma die Leute an, ist oft beliebt und kann sich viel leisten, bevor ihm jemand böse ist.
Viele Frauen hingegen geben alles, um der Rolle der Vollmond-Frau gerecht zu werden, die nach wie vor am meisten den Weiblichkeitsklischees entspricht: sensibel, zurückhaltend, schüchtern, konfliktscheu und harmoniebedürftig.
Aber ich kenne auch einige, die den coolen Neumond heraushängen lassen oder intellektuell wie eine Sonnenfinsternis sein mögen.
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Man muss nicht in der Vintschger Typenlehre bewandert sein, um zu erkennen, dass bei solchen Menschen etwas nicht stimmt, sie irgendwie nicht ganz authentisch sind. Sie haben eine Maske aufgesetzt, sind dahinter aber eigentlich ganz anders. Mit der Vintschger Typenlehre kann man es irgendwie erfassen und auch noch erklären.
Wir können von anderen Typen lernen
So kann ich mir z.B. als Neumond sehr wohl was von der Leichtigkeit der Sonne abschauen, aber nur, wenn ich mir von vorne herein abschminke, dass ich ihr Level an Lässigkeit erreichen kann. Damit erspare ich mir viel unnützen Energieaufwand. Das ist mir nicht in die Wiege gelegt worden. Dafür muss ich mich auch nicht mit der Schattenseite dieser Eigenschaft auseinandersetzen, denn wie Oma schon immer sagte, ist es damit wie mit einer Medaille: Sie hat zwei Seiten. Die Leichtigkeit zum Beispiel bringt auch mit sich, nicht so ernst genommen zu werden wie andere.
Aber wie gesagt, als Neumond bleibe ich ein Neumond – und jeder Typ, wie er auf die Welt gekommen ist. Mit Omas Worten: „Weil es eben so ist.“
Dieser ursprüngliche Beitrag ist in der ehemaligen Homepage vintschger-typenlehre.com am 16.o3.2018 erschienen und wurde abgeändert.