Die Vintschger Typenlehre – eine Brille von vielen…
So manche winken sofort ab, wenn sie von der Vintschger Typenlehre hören. „Ich mag das nicht, die Leute einzuteilen.“ Das sind die, die Angst davor haben, sich und andere in Schubladen zu stecken. Verständlich
Doch die Antwort darauf von mir ist: Die Vintschger Typenlehre ist ein nützliches Werkzeug, aber es muss nicht für jeden für jeden geeignet sein. In meinen Augen gibt es nicht DAS Werkzeug für alle, wie es auch nicht EINE Lösung für ALLE gibt. Zum Glück.
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Für mich ist Fakt, dass jeder Mensch für sich selbst verantwortlich ist, für das, was er aus sich macht – und für welche Werkzeuge er sich entscheidet, um seinen Weg zu finden. Die Vintschger Typenlehre ist ein altes Werkzeug, das von meinen Ahninnen “ins Heute” gerettet worden ist (mehr dazu siehe hier). Diese lange Weitergabe kann darauf schließen lassen, dass dieses Werkzeug schon in Vergangenheit meinen Ahninnen gute Dienste geleistet hat und dementsprechend wertvoll für sie war.
Ich habe selbst gute Erfahrungen damit gemacht und von vielen, allen voran meinem Mann, erzählt bekommen, dass es auch für sie ein wertvolles Werkzeug geworden ist, um andere Menschen, aber auch sich selbst besser zu verstehen.
Die Gefahr des „Schubladisierens“ ist natürlich gegeben
Im Buch „Die Vintschger Typenlehre – Sich selbst und andere besser verstehen“ haben wir das so ausgedrückt:
Es ist wichtig, den Menschen auf sich wirken zu lassen und nicht gleich zu „schubladisieren“. Wir möchten hier nochmals betonen, dass jeder Mensch einzigartig ist, darum ist und soll es gar nicht so einfach sein, einen Menschen sofort einem Typ zuzuordnen. Lasst euch also auf alle Fälle Zeit damit!
Es geht doch vielmehr darum, dem Menschen wirklich aufmerksam und achtsam zu begegnen und zu versuchen, ihn auf allen Ebenen wahrzunehmen. Dann wird es auch gleichgültig wie schnell oder langsam ihr beim Definieren der Typen seid, sondern es wird das wichtig, was hinter der Vintschger Typenlehre als tiefere Weisheit steckt: Sich und den anderen Menschen ganz bewusst kennen zu lernen.
Darum ist es auch egal, was für eine Trefferquote ihr bei der Zuordnung anderer Menschen habt. Oma hat mich gelehrt, dass ich das Üben nicht darauf aufbauen soll, ob ich „recht“ habe oder nicht. Das kann ich nur weitergeben.
Die Vintschger Typenlehre ist ein hilfreiches Instrument, sich in der Welt zurecht zu finden. Es ist eine Art Brille, durch die wir die Welt betrachten und besser einschätzen können. Wir gehen mit der Vintschger Typenlehre NICHT mehr davon aus, dass alle gleich denken, fühlen und handeln wie wir selbst, sondern wir schauen uns an, wen wir vor uns haben und wie er auf uns und auf die Welt zugeht.
Wenn man bedenkt, dass die Vintschger Typenlehre nicht nur bei Menschen angewendet wird, sondern auch auf Pflanzen, Tiere, Orte, Länder, dann wird das Ausmaß dieser Orientierungsmöglichkeit klar.
Karin hat die Vintschger Typenlehre ihre „Beziehungsbrille“ genannt und das finden wir sehr schön. Denn gerade die Beziehungen – zuerst zu sich selbst, dann zu anderen – können mit der VT stark verbessert werden.
Dieser Beitrag ist in der ehemaligen Homepage vintschger-typenlehre.com am 8.12.2017 erschienen und wurde leicht abgeändert.