JETZT-MOMENTE SAMMELN
Kennst du das? Den MOMENT wahrnehmen, das Jetzt, sich ganz im Hier und Jetzt fühlen, alles mit allen Sinnen wahrnehmen. Der stets rege Geist ruht für diesen Moment, alles ist nur Wahrnehmung…
Ich habe vor Jahren begonnen, Jetzt-Momente zu sammeln. Abends im Bett vor dem Einschlafen nehme ich mir immer wieder die Zeit, den vergangenen Tag nach diesen Jetzt-Momenten zu durchforsten und bewusst Revue passieren zu lassen. Und siehe da, sie wurden immer intensiver und auch immer mehr.
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Es kann ein Moment des Genusses sein. Es ist gut, mit denen anzufangen. Hier einige Beispiele:
Du verbringst einige Stunden in geschlossenen Räumen, dann gehst du hinaus und spürst die Sonne in deinem Gesicht. Du schließt die Augen und lässt dich bescheinen.
Du gehst spazieren und nimmst plötzlich die Gerüche um dich herum wahr.
Du beißt in einen Apfel und der Geschmack explodiert in deinem Mund.
Du triffst einen Menschen, den du wirklich gerne hast, und genießt es, ihn umarmen zu können.
Wie ihr seht, es muss überhaupt nichts Großartiges sein.
Jetzt-Momente halt ;-)
Natürlich gibt es auch Jetzt-Momente, die einen tief berühren. Die etwas auslösen. Emotionen hochkommen lassen und einen beschäftigen. Sie können als „schön“, als „unangenehm“ oder „schmerzhaft“ empfunden werden. Aber gerade die Sammlung von Jetzt-Momenten half mir, aus diesen Momenten ganz bewusst auszusteigen – mitten in einem Konflikt, einer Erfahrung, die ich gerade mache, bei der intensiven Beschäftigung mit einem Problem, etc.
Indem ich den Moment wahrnehme, die Gefühle loslasse, den Geist zur Ruhe bringe.
Nur wahrnehme.
Mich spüre, wo ich stehe.
Wo ich bin.
Was ich habe.
Mit der Sammlung der Jetzt-Momente wie ein Rucksack auf dem Rücken.
Im Vertrauen, dass viele Jetzt-Momente, die mich spüren lassen, dass ich LEBE, wieder kommen werden, darunter viel mehr „schöne“ als „unangenehme“ und „schmerzhafte“, wie diese Situation hier.
Es hat mich meinen Umgang mit Jetzt-Momenten, die nicht so angenehm sind, verändert.
Vor allem jedoch: Die Sammlung der Jetzt-Momente macht sehr dankbar
Mein Mann sagt immer: Danken ist Tanken.
Das ist der positive Nebeneffekt des Dankens, denn es steigert die Energie und vor allem die Lebensqualität.
So habe ich mich abends – oder am frühen Morgen, wenn ich abends zu müde war – nicht nur an die Jetzt-Momente erinnert, sondern auch mindestens 3 Dinge am Tag herausgefischt, für dich ich dankbar war.
Wisst ihr, was der nächste Nebeneffekt von Dankbarkeit ist?
Sie ist die beste Voraussetzung, sich selbst das Leben so zu schöpfen, wie man möchte.